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Was ist ein Content-Management-System?

Einleitung

Was ist ein Content-Management-System? In diesem Artikel erläutere ich kurz und knapp was das ist und nenne dir ein paar Beispiele verschiedener Arten davon.

Was ist ein Content-Management-System?

Ein Content-Management-System („Inhaltsverwaltungssytem“) ermöglicht einer Person – oder häufig einem ganzen Team – den Inhalt einer Website zu verwalten.

Der Websiteinhalt, also Seiten und Artikel, die aus Text, Fotos, Grafiken, Audio- oder Videodateien oder Kombinationen davon bestehen, wird nicht über zahlreiche löse HTML-Dateien verstreut, die auf dem Server sitzen, sondern an einem zentralen Ort gelagert – meist in einer relationalen Datenbank (wie MySQL bzw. MariaDB).

Besucht jemand deine Website bzw. ruft eine Unterseite davon auf wird ihr bzw. ihm keine bereits bestehende fertige Seite geliefert. Die entsprechenden Komponenten dafür (Text, Bilder, verschiedene Module etc.) werden aus der Datenbank geholt und zusammengefügt, um die gewünschte „Seite“ zu bilden.

Hierarchische Struktur

Content-Management-Systeme weisen eine hierarchische Struktur auf. Admins, Autor*innen und Redakteur*innen erhalten Zugriffsrechte, um ihre jeweiligen Aufgaben vorzunehmen.

User*innen loggen sich über einen Webbrowser ihrer Wahl ein.

Zum Beispiel: ein Beiträger loggt sich ein, um einen Artikel zu verfassen, der auf der Website veröffentlicht wird. Danach nimmt eine Redakteurin etwaige Änderungen bzw. Verbesserungen vor, fügt Bilder und Links auf andere Unterseiten und externe Websites hinzu und gibt den Artikel schließlich frei. Aber müsste das CMS bzw. die installierten Erweiterungen aktualisiert werden, hat die Redakteurin die entsprechenden Berechtigungen dafür nicht. Da muss der Admin tätig werden.

Die Idee dahinter ist, dass diejenigen, die für eine Website Artikel schreiben bzw. eine Website verwalten, nicht unbedingt technisch versiert sein müssen. Durchschnittlich gute Computer-Kenntnisse sollten ausreichen. Erfahrung mit HTML, CSS und PHP etc. wird nicht benötigt.

Inhalt und Design bleiben getrennt gehalten

Ein wichtiges Prinzip bei Content-Management-Systemen ist, dass der Inhalt und das Design getrennt gehalten werden.

Als in den 1990er Jahren viele noch mit lösen HTML-Dateien hantierten, Designelemente wie Farben oder das Layout der Seiten zu ändern betrug oft eine monotone, schwierige Aufgabe. Oft musste man die einzelnen Dateien einzelnen händisch anpassen.

Mithilfe eines CMS ist es mittlerweile viel leichter, das Erscheinungsbild einer Website zu ändern. Wechselt man die Designvorlage, bleibt der Inhalt mehr oder weniger bestehen.

In vielen Fällen ist es auch möglich, die Seiten und Beiträge einer Website aus einem CMS zu exportieren und in ein anderes zu importieren. Dadurch ist es möglich, mit Content-Management-System X eine neue Website auf Basis von Platzhalterinhalt zu designen und erstellen, und schließlich den „echten“ Inhalt aus dem bisherigen System Y einfließen lassen.

Proprietäre bzw. Open Source-Content-Management-Systeme

In großen Konzernen kommen oft proprietäre CMSen zum Einsatz. Das sind Systeme, die von einer Firma entwickelt und kommerziell angeboten werden.

Aber weit verbreitet sind Open Source-Systeme, die man kostenlos einsetzen kann. (Wobei die Content-Management-Systeme selbst kostenlos sind, aber Erweiterungen für bestimmte gewünschte Funktionen oft kostenpflichtig sind. Und auch das entsprechende Hosting kostet Geld.)

Für kleinere und mittelgroße Firmen reichen diese Open Source-Systeme völlig aus.

Platzhirsch unten den Open Source-CMSen ist ohne Zweifel WordPress, das Stand Februar 2021 knapp 40 % aller Websites im Internet steuert (Quelle). Andere gute, bekannte Content-Management-Systeme – auch wenn ihre jeweiligen Marktanteile viel kleiner als den von WordPress sind – sind Joomla, Drupal and Typo3 (wobei des Letzte wegen seiner Komplexität eher für größere Firmen geeignet ist).

Dazu gibt es auch eine Menge kleinerer Open Source-CMSen, die alle treue Anhänger*innen haben. Einige solcher Systeme sind eher als Hobby-Projekte zu bezeichnen, deren Communitys entsprechend klein sind.

Wer also als Anfänger*in ein Websiteprojekt verwirklichen möchte fängt am besten mit einem der bekannten Content-Management-Systemen an. In den meisten Fällen dürfte das WordPress sein, da es weit verbreitet ist, ist einfacher zu bedienen und weist eine riesengroße Community aus.

Baukasten-Systeme

Eine andere Art Content-Management-System bilden die Baukasten-Systeme. Diese sind als Software-as-a-Service (Saas) angeboten. Sprich, es muss nichts irgendwo installiert werden, weil die Systeme auf den Servern der jeweiligen Anbieter laufen. Diese sind gezielt an Leute ohne Vorkenntnisse im Bereich Webdesign vermarktet. Die Seitenlayouts erstellt man mittels Drag-and-Drop.

Beispiele von Baukasten-Systeme sind das merkwürdig genannte Wix, Squarespace, Weebly und der deutsche Anbieter Jimdo.

Auch Shops sind Content-Management-Systeme

Online Shops funktionieren auch auf Content-Management-System-Basis. Denke daran, wie schwierig es sonst wäre, für jedes Produkt im Shop eine einzelne HTML-Datei zu erzeugen, und sie danach zu verwalten!

Obwohl der Fokus selbstverständlich auf den Produkten liegt haben Online-Shops auch statische Seiten, wie Ratgeberseiten, eine Kontaktseite und AGB etc.

Bekannte Shop-Systeme sind Shopify, Magento und PrestaShop. Und wer einen Shop mittels WordPress verwirklichen möchte kommt nicht an dem Plugin WooCommerce vorbei.

Flat-File-Content-Management-Systeme

Es gibt eine weitere Art Content-Management-System, das allerdings weniger bekannt ist, und zwar: „Flat-File-Systeme“.

Im Gegensatz zu herkömmlichen CMSen verzichten sie auf einer Datenbank. Stattdessen werden die nötigen Infos in Dateien abgespeichert, die wiederum in einer Verzeichnisstruktur abgelagert sind.

Diese Systeme sind nicht gerade als benutzerfreundlich zu bezeichnen. Manche verzichten sogar auf einem Admin-Bereich. Die eignen sich eher für Geeks, und auch dann kommen nur für kleinere Websites in Frage.

Einige Beispiele von Flat-File-Systemen sind Bludit, Pico und Grav.

Fazit

Ich hoffe, dass dir dieser kleine Artikel ein wenig geholfen hat, zu verstehen was ein Content-Management-System ist und (grob) wie sie funktionieren.

Paul Jackson

Ich bin Paul Jackson, ein britischer Grafikdesigner/Webdesigner in Deutschland. „Ich helfe Musiklabels und anderen Kreativen, ihre Musik-, Buch- und Websiteprojekte zu verwirklichen.“ Siehe die Seite Über mich für mehr Information.

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