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Was ist WordPress?

Einleitung

In diesem Artikel erläutere ich kurz und knapp was das ist, gebe dir Infos darüber und nenne einige Vorteile und Nachteile davon.

Was ist WordPress?

WordPress ist ein Content-Management-System (kurz: CMS, deutsch: „Inhaltsverwaltungssystem“) für Websites, das 2004 lanciert wurde. Mittlerweile ist es das am meisten verbreitete Content-Management-System überhaupt. Stand Februar 2021 wird WordPress von 64,6 % aller CMS-basierten Websites verwendet, was wiederum 40,8 % aller Websites entspricht (Quelle).

Das System wurde ursprünglich als reines Blogsystem konzipiert und entwickelt, aber kurz danach kam die Möglichkeit dazu, auch statische Unterseiten (wie „Über mich“ oder „Kontakt“) außerhalb der Blogartikelhierarchie hinzufügen.

Als Folge wurde aus dem Blogsystem ein echtes Content-Management-System.

Open Source

WordPress wird als Open Source-Software angeboten. Open Source- („offene Quelle“) Software ist Software, deren Quellcode öffentlich ist, damit Dritter sich ihn anschauen, anpassen und weiternutzen dürfen. Solche Software ist auch meist nicht kostenpflichtig.

Open Source stellt daher den Gegensatz zur proprietären Software dar – das ist Software, die kommerziell entwickelt und verkauft wird, deren Quellcode Eigentum der Entwicklerfirma (wie Adobe® oder Microsoft® etc.) verbleibt.

Benutzerfreundlichkeit von WordPress

Ziel der Entwickler dahinter ist, dass das System einfach zu bedienen, flexibel und gut anpassbar sein sollte, was es tatsächlich ist.

Es wird damit beworben, dass die Installation des Systems nur fünf Minuten in Anspruch nimmt, was auch grob gesagt stimmt. Dazu lädt man WordPress zunächst herunter und anschließend auf den eigenen Webspace hoch, erstellt auf dem Server eine Datenbank dafür und über einen Webbrowser die Zugangsdaten etc. eingibt.

Im Vergleich zu anderen Content-Management-Systemen ist die nötige Einarbeitungszeit kürzer.

Jede Person mit nur durchschnittlichen Computer-Kenntnissen sollte in der Lage sein, mit WordPress eine eigene Website innerhalb kurzer Zeit zu erstellen.

(Wobei überdurchschnittliche Computer-Kenntnisse bzw. ein Gespür für Design bzw. ein Verständnis von Themen wie Usability („Benutzbarkeit“) und SEO (Search Engine Optimisation, deutsch: „Suchmaschinenoptimierung“) noch bessere Ergebnisse liefern sollten.)

Hä? wordpress.com? wordpress.org? Wat soll dat denn?

Anfangs ist das in der Tat verwirrend. Die Unterschiede erkläre ich dir direkt unten.

Was ist wordpress.com?

Bei wordpress.com handelt es sich um ein Baukasten-System bzw. Software-as-a-Service (SaaS). Du musst gar nichts installieren, um ein Blog oder eine Website mit WordPress zu realisieren, weil die Software auf WordPress’ eigenen Servern läuft.

Ein Vorteil solcher Systeme ist, dass auch absolute Laien ihre Websiteprojekte verwirklichen können. Es werden verschiedene Tarife angeboten, Stand 3. April 2021 ab 4 € pro Monat bei jährlicher Rechnung.

Nachteile dieser Vorgehensweise sind dagegen, dass du weniger Kontrolle über deinen Online-Auftritt hast. Würde den Dienst morgen eingestellt (sehr unwahrscheinlich, aber…) musst du eine neue Lösung finden. Und für einige in Zukunft von dir gewünschten Änderungen wäre ein Wechsel in einen anderen Tarif vielleicht nötig. Dazu kommt, dass die Kosten vergleichbar mit denen einer herkömmlichen Website-Lösung sind (siehe direkt unten).

Was ist wordpress.org?

Über wordpress.org wird das Content-Management-System als Download bereitgestellt, damit du es bei einem Webhosting-Anbieter deiner Wahl installieren kannst. Daher bist du nicht von Software-as-a-Service abhängig und darfst beliebige Plugins installieren und Anpassungen vornehmen. Du erhältst die volle Kontrolle über deine Website.

Große Community

Da WordPress so weit verbreitet ist besteht eine riesige Community von User*innen, falls du mal Hilfe benötigst. Auch wenn du nicht im offiziellen Forum fündig wirst sind Anleitungen, Erklärungen und Code-Schnipsel überall online verstreut. Auf selbst die speziellsten Fragen dazu, die ich Google gestellt habe, fand ich irgendwo eine passende bzw. brauchbare Antwort.

Aber die Community besteht nicht nur aus anderen User*innen, sondern auch vielen Entwickler*innen.

Ein ganzes Ökosystem an Themes („Vorlagen“, die das Aussehen der Website steuern) und Plugins ist entstanden. Beim letzteren ist das zu begrüßen, weil WordPress selbst ziemlich schlank ist. Einiges ist erst mit solchen Erweiterungen (oder einigen, die man selbst händisch macht) möglich.

Kannst du mit WordPress eine Website ganz kostenlos erstellen?

Jein.

Auf jeden Fall musst du etwas Geld für dein Hosting-Paket ausgeben. Bei kleinen Websites wären da nur ein paar Euro im Monat nötig.

WordPress selbst wird kostenlos angeboten – du musst dafür keinen Cent ausgeben. Allerdings trifft das nicht unbedingt auf den Themes und Plugins zu, die du wahrscheinlich benötigen wirst um ein schönes Design zu realisieren und die von dir gewünschten Funktionen zu verwirklichen.

Was sind WordPress-Themes?

Themes steuern das Aussehen deiner Website, also das Layout, die Farben und die Schriftarten. WordPress wird bereits mit einigen Standard-Themes geliefert, also theoretisch kannst du eines von diesen auswählen und sofort loslegen, um deine Website innerhalb Minuten „fertig“ zu stellen.

In der Wirklichkeit wirst du aber wohl ein passenderes Theme für dein Vorhaben aussuchen müssen.

Hier hast du eine riesige Auswahl, wovon einige total kostenlos angeboten werden, einige nur kostenpflichtig sind und einige im sogenannten Freemium-Modell erhältlich sind. Dieses Modell erläutere ich weiter unten.

Was sind WordPress-Plugins?

Wofür benötigst du Plugins? Es kommt darauf an, weil jede Website anders ist. Aber fast alle WordPress-Websites haben Plugins im Einsatz um Funktionen wie Kontaktformulare bereitzustellen, die Ladezeit zu optimieren bzw. beschleunigen oder mit SEO-Maßnahmen zu helfen. Jede*r Entwickler*in bzw. Websitebetreiber*in hat eine Reihe solcher Lieblingsplugins.

Auch hier gilt es: obwohl es eine große Menge kostenloser Plugins gibt sind einige entweder kostenpflichtig oder werden im sogenannten Freemium-Modell zur Verfügung gestellt.

Das Freemium-Modell bzw. das Abo-Modell

Freemium-Modell bedeutet, dass das Plugin (bzw. Theme, bzw. eine andere Art Software) kostenlos erhältlich ist, aber mit bestimmten Einschränkungen. Wer weitere, ausführlichere Funktionen in Anspruch nehmen möchte muss dafür bezahlen („Pro-Version“). Und das meist im Abo-Modell.

Du bekommst zum Beispiel ein Jahr lang Zugang auf allen Updates und Support vom Entwickler des Plugins, aber danach musst du wieder in die Hosentasche greifen, um auf aktueller Stand zu bleiben oder auf dem Support zuzugreifen.

Die Zeiten, in denen du ein Plugin (oder mit zunehmender Tendenz Software im Allgemeinen) einmal kaufen kannst und etwaige Upgrades nur kaufst wenn sie dir einen konkreten Nutzen bringen, sind leider vorbei. Traurig, aber wahr. Entwickler mögen es, wenn Geld regelmäßig einfließt, damit für sie alles planbarer ist.

Keine Panik, in einigen Fällen decken die Gratis-Versionen alle Funktionen, die typische User*innen benötigen. Auf der anderen Hand gibt es in der Tat einige, wobei man fast gezwungen wird, sich die bezahlte Version zu besorgen, weil wichtige Kernfunktionen fehlen.

Was sind die Vorteile von WordPress?

  • Sehr weit verbreitet, und daher viele Themes und Plugins erhältlich
  • Auch sehr viele Freelancer*innen, falls du mal eine*n Entwickler*in benötigst (schaue dir mal bei Freelancer-Portalen an – es gibt eine Vielzahl mehr WordPress-Freelancer*innen als Freelancer*innen für andere gängige Content-Management-Systeme wie Joomla, Drupal oder Typo3)
  • Sehr große Community – die Chancen sind gut, dass jemand deine spezifische Frage bereits gelöst hat
  • Von Haus aus ziemlich schlank
  • Einfach zu installieren, was bedeutet, dass deine Website innerhalb Minuten aufgestellt und online sein kann
  • Vielseitig einsetzbar, und wird daher vielen Bedürfnissen gerecht
  • Die beste Option für Blogger*innen, Soloselbständige und KMUs, die mit ihrer Website etwas erzielen möchten

Was sind die Nachteile von WordPress?

  • Schlank bedeutet auch, dass Funktionen, die ich als Grundfunktionen eines Content-Management-Systems einstufen würde, erst mit Plugins bzw. händischen Anpassungen möglich sind
  • …Und je mehr Plugins installiert, desto mehr, das schief laufen könnte (Kompatibilitätsprobleme) bzw. höherer Pflegeaufwand
  • Was weit verbreitet ist lockt böse Akteure zu sich, was bedeutet mehr (versuchte) Hacker-Angriffe (kein Angst, mit einem gesunden Menschenverstand und einigen zusätzlichen Sicherungsmaßnahmen kannst du viele davon verhindern)
  • Nicht für riesengroße Firmenwebsites geeignet (aber für solche Anwendungsfälle gibt’s bessere Lösungen)

Fazit

WordPress ist ein mächtiges System, das für sowohl Laien als auch Fortgeschrittene geeignet ist, ob als Einzelperson (Blogger*in, Selbstständige*r) oder kleine bis zur mittelgroßen Firma. Obwohl die Software anfangs als Blogsystem konzipiert wurde kannst du damit viele Arten von Websites, wie Firmenwebsites, Blogs oder Shops, verwirklichen.

Paul Jackson

Ich bin Paul Jackson, ein britischer Grafikdesigner/Webdesigner in Deutschland. „Ich helfe Musiklabels und anderen Kreativen, ihre Musik-, Buch- und Websiteprojekte zu verwirklichen.“ Siehe die Seite Über mich für mehr Information.

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